Unterscheiden Sie zwischen traditionellen Algorithmen des maschinellen Lernens und tiefen neuronalen Netzen, die hierarchische Repräsentationen erlernen.
Verstehen Sie grundlegende Unterschiede und ihre jeweilige Einordnung in die KI.
In der Welt der künstlichen Intelligenz (KI) werden die Begriffe maschinelles Lernen und Deep Learning oft verwechselt. KI ist das weite Feld der Entwicklung intelligenter Systeme, die Aufgaben ausführen, die menschenähnliche Entscheidungen erfordern. Maschinelles Lernen (ML) ist eine Art von KI, bei der Systeme Muster lernen, indem sie Historische Daten aufnehmen, um Entscheidungen zu treffen, ohne für jede Regel explizit programmiert zu werden. Deep Learning (DL) ist ein spezieller Teilbereich des maschinellen Lernens, der mehrschichtige neuronale Netze verwendet, um automatisch aus großen Datensätzen zu lernen und komplexe Wahrnehmungs- und Sprachprobleme zu lösen.
Die folgende Hierarchie erklärt die Beziehung zwischen KI, ML und DL:
Künstliche Intelligenz (KI) Regeln und Logik
└── Maschinelles Lernen (ML) ersetzt Regeln durch Erfahrung
└── Deep Learning (DL) automatisches Lernen
ML und DL sind Ansätze zur Realisierung von KI. Tatsächlich sind die meisten heutigen KI-Produkte in Wirklichkeit ML-Systeme, Deep-Learning-Modelle oder ML-gestützte Datenpipelines.
| Aspekt | KI | ML | DL |
|---|---|---|---|
| Technik | Regeln, Logik, Suche | Statistische Modelle | Neuronales Netz |
| Datenanforderungen | kleine bis mittlere Datasets | kleine bis mittlere Datasets | Sehr große Datasets |
| Lernen erforderlich | Nicht immer | Immer | Immer |
| Anpassungsfähigkeit | Oft statisch | Verbessert sich mit mehr Daten | Verbessert sich mit mehr Daten |
| compute Bedarf | Gering bis mäßig | Moderat | Hoch |
| Optimal für | Schlussfolgern, Steuerung | Strukturierte Daten | Unstrukturierte Daten |
| Beispiele | Planung, Entscheidungsfindung | Empfehlungen | Sehen, Sprechen, Sprache |
Maschinelles Lernen funktioniert, indem ein Computer Muster aus Daten lernt und diese Muster dann verwendet, um Vorhersagen oder Entscheidungen zu treffen. Es verbessert sich mit Erfahrung ohne explizite Programmierung. Daten sind der Treibstoff für ML. Es startet mit einem Problem oder einer Frage, die das System beantworten soll, und verwendet die gesammelten und normalisierten Daten in einem Modell (ein Algorithmus, der Eingaben auf Ausgaben abbildet). Jedes Modell hat Parameter, die aus Daten gelernt werden, und Hyperparameter, die von Menschen gewählt werden.
Gängige ML-Modelle sind unter anderem:
Machine-Learning-Modelle lernen Muster effektiver mit Feature-Engineering, einem Prozess, bei dem Rohdaten in nützliche Signale für ein Modell transformiert werden. Ein Feature ist eine Eingabevariable (numerisch, kategorial, Datum/Uhrzeit, Text), die von einem Modell verwendet wird. Gute Features können die Genauigkeit und die Interpretierbarkeit verbessern und die Trainingszeit reduzieren.
Deep Learning ist ein ML-Ansatz, der mehrschichtige künstliche neuronale Netze verwendet, um automatisch komplexe Muster aus großen Datenmengen zu lernen. Sie werden neuronale Netze genannt, weil sie die Neuronenstruktur des menschlichen Gehirns nachahmen. Es ist einer der leistungsstärksten Ansätze zur Entwicklung von KI-Systemen.
Beim Deep Learning entwerfen Menschen die zu lernenden Features nicht selbst, sondern die Modelle lernen Repräsentationen mithilfe vieler Schichten neuronaler Netze direkt aus Rohdaten. Die Schichten bilden eine Hierarchie von Features und umfassen eine Eingabeschicht, mehrere verdeckte Schichten und eine Ausgabeschicht. Jede Schicht wendet Gewichtungen an, fügt einen Bias hinzu und durchläuft eine nichtlineare Aktivierung.
Sowohl ML als auch DL fallen unter den Oberbegriff KI und sind eng miteinander verbunden, da Deep Learning ein Teilbereich des maschinellen Lernens ist. Sie haben viele grundlegende Prinzipien, Workflows und Ziele gemeinsam. Beide lernen Muster aus Daten und zielen darauf ab, Vorhersagen oder Entscheidungen zu treffen, die auf diesen Daten basieren.
Beide lernen aus Daten und können ihre Performance in einem iterativen Lernprozess verbessern, wenn sie mehr Daten verarbeiten. Und beide können von diesen Daten auf neue, bisher ungesehene Daten generalisieren. Sowohl ML als auch DL erfordern ein Training mit Historische Daten, eine Validierung zur Parameterabstimmung und Tests mit ungesehenen Daten.
Und beide können auf Klassifizierungs-, Regressions- und Clustering-Probleme angewendet werden.
Obwohl maschinelles Lernen und Deep Learning viele Ähnlichkeiten aufweisen, haben sie unterschiedliche Datenanforderungen und einen unterschiedlichen Aufwand für das Feature-Engineering. ML funktioniert oft gut mit kleinen bis mittelgroßen strukturierten Datasets, aber die Performance hängt von der Qualität der Features ab, die ein von Menschen geleitetes Feature-Engineering erfordert, um relevante Variablen zu identifizieren.
DL ist von großen Mengen unstrukturierter Daten (Bilder, Text, Audio) abhängig und die Scale der Beispiele wirkt sich direkt auf die Performance aus, da DL eine automatische Feature-Extraktion mit minimalem menschlichen Eingriff durchführt.
Domänenwissen und Feature-Qualität sind bei ML essenziell, während Modelle bei DL Features intern lernen, sodass Daten-Scale und Infrastruktur wichtiger werden.
Es ist nützlich, die Compute-Anforderungen und die Trainingszeit für ML und DL zu vergleichen, da dies die Faktoren sind, die die Kosten, die Iterationsgeschwindigkeit und die Produktmachbarkeit Ihrer Systeme am meisten beeinflussen. Herkömmliche ML-Modelle können auf Standard-CPUs mit weniger Arbeitsspeicher ausgeführt werden, während DL für ein effizientes Training GPUs oder TPUs mit hohem Arbeitsspeicher erfordert, sodass die Infrastrukturkosten bei DL höher sind.
ML-Modelle lassen sich für schnelle Iterationen und Experimente zügig trainieren, während DL-Modelle aufgrund komplexer, mehrschichtiger Architekturen längere Trainingszeiten erfordern. Daher sind Trainingskosten, Infrastruktur, Energie und Komplexität bei DL höher, aber ML ist für sehr große Probleme möglicherweise nicht leistungsfähig genug.