Dimensionales Data-Warehouse-Design mit einer zentralen Faktentabelle, die über Fremdschlüssel mit Dimensionstabellen verbunden ist, optimiert für analytische Abfragen mit weniger Joins.
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Ein Sternschema ist ein mehrdimensionales Datenmodell, mit dem Daten in einer Datenbank so organisiert werden, dass sie leicht zu verstehen und zu analysieren sind. Sternschemata können auf Data Warehouses, Datenbanken, Data Marts und weitere Tools angewendet werden. Das Sternschemadesign ist für die Abfrage großer Datenmengen optimiert.
Sternschemata wurden in den 1990er-Jahren von Ralph Kimball vorgestellt und eignen sich zum effizienten Speichern von Daten, zur Verlaufsverwaltung und zur Datenaktualisierung, denn sie reduzieren die Duplizierung sich wiederholender Geschäftsdefinitionen und beschleunigen so Aggregation und Filterung von Daten im Data Warehouse.

Ein Sternschema wird zum Denormalisieren von Geschäftsdaten in Dimensionen (wie Zeit und Produkt) und Fakten (wie Transaktionen in Beträgen und Mengen) eingesetzt.
In der Mitte des Sternschemas befindet sich eine einzelne Faktentabelle, die geschäftliche „Fakten“ (wie Transaktionsbeträge und -mengen) enthält. Die Faktentabelle ist entlang von „Dimensionen“ wie Zeit oder Produkt mit mehreren weiteren Dimensionstabellen verbunden. Mit Sternschemata können Benutzer nach Belieben Slice-and-Dice-Analysen von Daten durchführen. Zu diesem Zweck werden in der Regel mindestens zwei Fakten- und Dimensionstabellen per Join miteinander verknüpft.
Sternschemata denormalisieren Daten, d. h., einige Dimensionstabellen werden mit redundanten Spalten erweitert, um das Abfragen und das Arbeiten mit den Daten schneller und einfacher zu machen. Der Zweck dieser Vorgehensweise besteht darin, auf Kosten einer gewissen Redundanz (also Datenduplizierung) im Datenmodell höhere Abfragegeschwindigkeiten zu erzielen, da rechenintensive Join-Operationen so vermieden werden.
In diesem Modell ist die Faktentabelle normalisiert, die Dimensionstabellen dagegen sind es nicht. Das bedeutet, dass Daten aus der Faktentabelle nur in dieser Faktentabelle vorhanden sind, Dimensionstabellen dagegen redundante Daten enthalten können.