Als DNA-Sequenzierung bezeichnet man das Verfahren zur Bestimmung der genauen Reihenfolge der Nukleotide der DNA (Desoxyribonukleinsäure). Eine Sequenzierung der DNA in der Reihenfolge der vier chemischen Bausteine – Adenin, Guanin, Cytosin und Thymin, die auch als Basen bekannt sind – erfolgt innerhalb des DNA-Moleküls. Die ersten DNA-Sequenzierungsmethoden wurden Mitte der 1970er-Jahre von Fred Sanger sowie von Walter Gilbert und Allan Maxam entwickelt. Das erste sequenzierte DNA-Fragment gehörte zu einem T4-Bakteriophagen, der gezielt das Bakterium Escherichia coli befällt. Seit dem Abschluss des Humangenomprojekts wurde eine Reihe neuer Verfahren für eine umfassende Sequenzierung entwickelt. Die technologischen Verbesserungen und die Automatisierung haben einen Punkt erreicht, an dem Labore weit über 100.000 Milliarden Basen pro Jahr sequenzieren können. Für die Massensequenzierung wurde eine Reihe neuer Methoden entwickelt, die eine große Anzahl kurzer DNA-Fragmente oder sogar vollständige Chromosomen bewältigen können.
Es gibt im Wesentlichen zwei Formen der DNA-Sequenzierung:
Die Einführung der HTS-Methode hat die Anwendungsmöglichkeiten für die Gentechnik beträchtlich erweitert. Die DNA-Sequenzierung wird heute als integraler Bestandteil der Grundlagenwissenschaft, der translationalen Forschung, der medizinischen Diagnostik und der Forensik eingesetzt.
