Business Intelligence (BI) umfasst Technologien, Prozesse und Strategien, die darauf ausgelegt sind, Geschäftsdaten zu analysieren und handlungsrelevante Erkenntnisse zu generieren. BI-Systeme verwandeln Rohdaten in aussagekräftige Informationen, die eine bessere taktische und strategische Entscheidungsfindung unterstützen. Mit BI-Tools können Anwender auf eine breite Palette von Daten zugreifen und diese analysieren, um ihr Geschäft besser zu verstehen.
BI ist in der heutigen datengetriebenen Welt unerlässlich, da sie Organisationen ermöglicht, fundierte, strategische Entscheidungen auf Basis genauer und aktueller Daten zu treffen. BI kombiniert Technologien, Werkzeuge und Methoden, um Erkenntnisse zu gewinnen, die Wettbewerbsvorteile schaffen. Mit BI können Organisationen aktuelle und historische Daten in Aktion umsetzen – von der Analyse von Markttrends über die Optimierung interner Prozesse bis hin zur Steigerung der Kundenzufriedenheit.
Mögliche Vorteile von BI sind:
BI-Systeme umfassen eine Vielzahl von Methoden, einschließlich Analytik, Datenmodellierung, Data Mining, Reporting, Visualisierung und mehr, um Daten in leicht verständlichen Formen zu präsentieren. So können Organisationen Probleme identifizieren, Prozesse verbessern, Trends erkennen und Geschäftsmöglichkeiten verfolgen. Schlüsselkomponenten von Business Intelligence umfassen:
Datenerfassung und -integration
Bevor Daten in Business Intelligence umgewandelt werden können, müssen sie aus Quellen wie Datenbanken, Anwendungen und externen Systemen erfasst und in ein einheitliches Format zur Analyse integriert werden. Datenpipelines erleichtern den Datenfluss von der Quelle zum Ziel während des gesamten Prozesses. Data Engineers nutzen ETL (Extrahieren, Transformieren, Laden), um Daten aus verschiedenen Quellen zu erfassen, sie in eine nutzbare Form zu überführen und in für Anwender zugängliche Systeme zu laden. Ein anderer Typ von Datenintegrationsprozess ist ELT (Extrahieren, Laden, Transformieren), bei dem Rohdaten von einem Quellsystem zu einer Zielressource – etwa einem Data Warehouse – übertragen werden.
Semantische Ebenen
Semantische Ebenen fungieren als Vermittler zwischen Rohdatenquellen und Analysetools. Sie bauen auf der Datenintegration auf, um Daten in einem unternehmensfreundlichen Format zu präsentieren. Semantische Ebenen machen Daten durch Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit, Konsistenz und Ausrichtung auf Geschäftsziele handlungsrelevanter.
Data Warehousing
Business Intelligence (BI) ist eng mit Data Warehousing verknüpft. Ein Data Warehouse dient als zentrales Repository zur Speicherung von Daten in einem strukturierten, unternehmensgerechten Format. Es ermöglicht eine nahtlose Analyse und Berichterstattung. Während das Data Warehouse die Infrastruktur für die Datenspeicherung und Qualitätssicherung bereitstellt, nutzt BI kuratierte Daten zur Analyse von Trends, zur Bewertung der Performance und zur Optimierung von Strategien. Die Kombination von robustem Data Warehousing mit fortgeschrittenen BI-Praktiken ermöglicht eine schnellere Datenaufbereitung, verbesserte Compliance und effektivere Analysen.
Datenanalyse
Die Datenanalyse ist der Prozess zur Untersuchung erfasster Daten, um Muster, Korrelationen und Erkenntnisse aufzudecken. Dabei kommen statistische Methoden, Algorithmen des maschinellen Lernens, Data Mining, Data Discovery, Datenmodellierung und weitere Verfahren und Werkzeuge zur Verarbeitung und Interpretation von Daten zum Einsatz.
Datenanalysen sind zentral für die Business Intelligence, aber die beiden Prozesse haben unterschiedliche Methoden und Ziele. Datenanalysen nutzen technische Werkzeuge, um sichtbar zu machen, was passiert ist oder passieren wird. Business Intelligence ist ein Low-Code-/No-Code-Ansatz, der Geschäftsanwendern ermöglicht, Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen auf Basis vorhandener Informationen zu ergreifen.
Reporting und Datenvisualisierung
Datenvisualisierung und Reporting sind entscheidend, um Erkenntnisse in konkrete Aktionen umzusetzen. Datenvisualisierungs-Tools erstellen Diagramme, Grafiken, Dashboards und Heatmaps, die komplexe Datensätze auf einen Blick verständlich machen. Diese Visualisierungen helfen Entscheidungsträgern, schnell Schlüsselmetriken zu identifizieren, Trends zu erkennen und die Leistung zu verfolgen. Reporting ergänzt die Visualisierung, indem es Daten in strukturierten Formaten organisiert und für spezifische Zielgruppen zusammenfasst.
BI-Systeme verfolgen unterschiedliche BI-Ansätze, um unterschiedliche Bedürfnisse zu erfüllen. Dazu gehören:
Echtzeit-Business-Intelligence
Echtzeit-Business-Intelligence (RTBI) ermöglicht es Unternehmen, auf Daten zuzugreifen, sie zu analysieren und darauf zu reagieren. So entstehen sofortige Einblicke in laufende Prozesse und Marktdynamiken. Während traditionelle BI oft auf periodische Batch-Verarbeitung angewiesen ist, analysiert RTBI Daten in dem Moment, in dem sie generiert werden. So wird sichergestellt, dass Entscheidungen stets auf den aktuellsten Informationen basieren. Diese Fähigkeit ist besonders in Branchen entscheidend, in denen zeitnahe Reaktionen unverzichtbar sind, wie Finanzen, Logistik und Einzelhandel, von entscheidender Bedeutung.
Eingebettete Business Intelligence
Eingebettete BI integriert BI-Funktionen direkt in Geschäftsanwendungen oder Workflows, sodass Benutzer Erkenntnisse unmittelbar in ihren alltäglichen Tools abrufen können. Diese Integration bietet kontextbezogene Analysen, die Entscheidungsfindung erleichtern und Effizienz sowie Wirksamkeit steigern.
Self-Service-Business-Intelligence
Self-Service-Business-Intelligence (SSBI) ermöglicht es nichttechnischen Anwendern, selbstständig auf Daten zuzugreifen, sie zu analysieren und zu visualisieren – ohne dabei stark auf IT oder Datenspezialisten angewiesen zu sein. Mit benutzerfreundlichen Tools und intuitiven Oberflächen können Mitarbeiter Berichte erstellen, Dashboards aufbauen und Datensätze eigenständig erkunden. Dadurch wird der Zugang zu Daten demokratisiert und die Generierung sowie Nutzung von Erkenntnissen beschleunigt. Semantische Ebenen sind für Self-Service-BI von entscheidender Bedeutung, da sie den Datenzugriff vereinfachen und gleichzeitig die Governance sicherstellen.
Business-Intelligence-Tools
BI-Tools spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Rohdaten in handlungsrelevante Erkenntnisse zu verwandeln. Zu den gängigsten BI-Tools und -Softwarelösungen gehören:
BI-Tools sind von zahlreichen Anbietern erhältlich. Führende BI-Tools sind Tableau, Power BI von Microsoft, Qlik, ThoughtSpot, Looker (Google Cloud Platform), Oracle Business Intelligence, SAP, SAS, Domo und Salesforce.
Der Business-Intelligence-Prozess nimmt Daten in ihrer Rohform und verwandelt sie in Erkenntnisse. Schritte in diesem Ablauf umfassen:
Unternehmen in einer Vielzahl von Bereichen nutzen BI, um Menschen dabei zu helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Beispiele hierfür sind:
Reale BI-Anwendungen
Führende Unternehmen nutzen BI, um das Geschäft in neue Richtungen zu lenken. Beispiele hierfür sind:
Barilla, der größte Pastahersteller der Welt, implementierte mit Hilfe von BI ein Rückverfolgbarkeitssystem. Das Unternehmen analysiert die Leistung der Lieferanten, bewertet sie nach Produktqualität und termingerechter Lieferung und nutzt diese Daten zur Beurteilung von Lieferantenrisiken. Daten-Teams können nun problemlos Auslandssendungen nahezu in Echtzeit überwachen, die Nachfrage prognostizieren und die Produktion anpassen, um das Bestandsmanagement zu verbessern.
SEGA Europe nutzt KI-gestützte BI, um Entscheidungsträger zu unterstützen, indem sie ihnen ermöglicht, Ad-hoc-Fragen in Echtzeit über Verkäufe und Spielerverhalten zu stellen, ohne auf Datenexperten angewiesen zu sein. Benutzer können nun detaillierte Einblicke in Spielverkäufe und Gameplay-Daten erhalten, indem sie in natürlicher Sprache Fragen stellen. Diese Fähigkeit hat die Produktivität gesteigert und die datengesteuerte Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen beschleunigt.
Die Canadian Broadcasting Corporation (CBC/Radio-Canada) extrahiert Erkenntnisse aus großen Mengen heterogener Daten, um dem Unternehmen zu helfen, Signale besser zu verstehen, wie z. B. Trends in puncto Abonnentenverlust, Content-Konsum und Beziehungen zwischen verschiedenen Arten von Inhalten. Mit diesen BI-Erkenntnissen kann CBC durch Personalisierung mehr Interaktion erzielen und Programme gezielter anpassen – für Inhalte, die bei den Hörern besser ankommen.
Compass, ein Immobilientechnologieunternehmen, nutzt Business Intelligence, um Immobilienmaklern dabei zu helfen, Hausbesitzer mit der höchsten Verkaufswahrscheinlichkeit zu identifizieren. Auf Basis der Daten können Makler entscheiden, ob Marketingpläne für bestimmte Angebote ausgeweitet oder reduziert werden sollten. Diese Fähigkeiten helfen Compass-Maklern, ihr Geschäft auszubauen.
KI revolutioniert die BI, indem sie komplexe Aufgaben automatisiert und den Zugang zu Datenkenntnissen demokratisiert. KI-gestützte BI-Tools nutzen ML-Algorithmen, um Daten aus verschiedenen Quellen zu verarbeiten, Muster zu erkennen und handlungsrelevante Erkenntnisse in bisher unerreichter Geschwindigkeit zu extrahieren. Mit der Integration von Natural Language Processing (NLP) ermöglichen diese Systeme nichttechnischen Anwendern, durch einfache Abfragen im Stil einer Konversation mit Daten zu interagieren, wodurch die Notwendigkeit spezialisierter Fachkenntnisse entfällt. Diese Demokratisierung fördert eine datengesteuerte Kultur in Organisationen, in der Mitarbeiter auf allen Ebenen auf BI-Tools zugreifen und diese für schnellere, besser informierte Entscheidungen nutzen können.
Das Aufkommen von GenAI und anpassbaren Large Language Models (LLMs) eröffnet neue Möglichkeiten für ein tieferes kontextbezogenes Verständnis und präzisere, auf individuelle Geschäftsumgebungen zugeschnittene Erkenntnisse. Diese Tools, kombiniert mit einheitlichen Datenplattformen wie Data Lakehouses, konsolidieren Informationen über Silos hinweg und bieten einen umfassenden Überblick über die Organisationsdaten.
Darüber hinaus lernt KI aus Datenökosystemen. Das führt zu intuitiveren BI-Systemen, die Self-Service-Analysen unterstützen und eine breitere organisatorische Beteiligung an Daten ermöglichen. Durch die Integration von KI in alltägliche Workflows werden BI-Systeme zu unverzichtbaren Werkzeugen für schnellere und präzisere Entscheidungen. Sie steigern die organisatorische Agilität und Wettbewerbsfähigkeit in einer sich rasant entwickelnden digitalen Landschaft.
Databricks AI/BI ist eine neue Art von Business-Intelligence-Produkt, das darauf abzielt, Analysen und Einblicke für Organisationen zu demokratisieren. Databricks AI/BI ermöglicht es jedem, in natürlicher Sprache Fragen an Daten zu stellen und hochrelevante, vertrauenswürdige KI-generierte Erkenntnisse zu erhalten. Databricks AI/BI geht über traditionelle BI-Systeme mit aufgesetzten KI-Assistenten hinaus, indem es das gesamte Dateninventar eines Unternehmens, Nutzungsmuster und Geschäftskontexte erfasst. Dieses tiefe Wissen befähigt AI/BI, präzise Antworten auf komplexe, reale Datenfragen zu liefern. Databricks AI/BI ist nativ in die Databricks Data Intelligence Platform integriert. Es liefert sofortige Einblicke in großem Maßstab und gewährleistet gleichzeitig eine einheitliche Governance sowie fein abgestufte Sicherheit über die gesamte Organisation hinweg.
