Die Overall Equipment Effectiveness(OEE, auf Deutsch: Gesamtanlageneffektivität) ist ein Maß dafür, wie gut ein Fertigungsbetrieb während der geplanten Betriebszeiten verglichen mit seinem vollen Potenzial ausgelastet ist. Dabei werden Anlagen, Zeit und Material berücksichtigt. Die OEE ermittelt den Prozentsatz der Fertigungszeit, in der die Anlagen tatsächlich produktiv sind. Es handelt sich um ein Dashboard, das die Performance eines einzelnen oder kontinuierlichen Prozesses anzeigt. Die OEE beträgt maximal 100 %. Ein Wert von 100 % bedeutet, dass nur gute Teile produziert werden (100 % Qualität), mit maximaler Geschwindigkeit (100 % Performance) und ohne Unterbrechung (100 % Verfügbarkeit).
Die Messung der OEE gilt in der Fertigung als Best Practice. Durch die Messung der OEE und der zugrunde liegenden Verluste können wichtige Erkenntnisse zur systematischen Verbesserung des Fertigungsprozesses gewonnen werden. Die OEE ist eine nützliche Kennzahl zur Identifizierung von Verlusten, zum Benchmarking von Fortschritten und zur Steigerung der Produktivität von Fertigungsanlagen (d. h. zur Vermeidung von Ausschuss).
Die OEE dient seit Jahrzehnten als wichtigste Kennzahl in der Fertigung. In der Vergangenheit erfolgte das Monitoring der OEE durch manuelle Datenerfassung direkt von den Maschinen auf Batch-Basis. Ausgehend von den erfassten Daten wurde die Kennzahl berechnet. Die OEE ist ein reaktives Dashboard, das die bisherige Performance überwacht. Die wahre Stärke der OEE liegt darin, Anwendungsfälle zu implementieren, die zur Verbesserung der einzelnen OEE-Komponenten beitragen – wie der Einsatz prädiktiver Wartung zur Verbesserung der Verfügbarkeit oder die Qualitätskontrolle mithilfe von Computer Vision zur Verbesserung der Qualität, bei der er sich ebenfalls um eine prädiktive Funktion handelt.
